Vietnam für digitale Nomaden 2026

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Vietnam für digitale Nomaden 2026

Vietnam ist das Land, das man unterschätzt, bis man dort war. Dann bleibt man länger als geplant.

Der Grund ist ein ungewöhnlich günstiges Verhältnis, das sonst kaum ein Land in dieser Form hinbekommt: Du bekommst hier gute Infrastruktur, herausragendes Essen und eine echte Küste zu Preisen, die zwanzig bis dreißig Prozent unter Thailand liegen. Da Nang ist die einzige Stadt in Südostasien, in der du morgens im Meer schwimmen, danach an einem Glasfaseranschluss arbeiten und abends für vier Euro exzellent essen kannst, ohne dass irgendein Teil dieser Kette ein Kompromiss wäre.

Der Preis dafür ist der Aufenthaltstitel. Vietnam hat kein Nomadenvisum, und es sieht 2026 nicht so aus, als käme eines. Wie man damit umgeht, steht weiter unten.

Der Alltag

Vietnam ist laut, schnell und außergewöhnlich produktiv. Das Land steht früh auf: Um sechs Uhr morgens sind die Parks voll mit Menschen, die Sport machen, und die Suppenküchen haben längst geöffnet. Gegen Mittag wird es ruhig, viele halten tatsächlich eine Pause, und am späten Nachmittag wacht alles wieder auf.

Was Zugezogene sofort merkt: Alles wird geliefert, alles ist billig, alles geht per App. Grab bringt dir Essen, Menschen und Pakete. Die Bezahlung läuft zunehmend über QR-Codes. Handwerker, Wäsche, Reinigung und Reparaturen kosten so wenig, dass du dir Zeit in einem Umfang zurückkaufst, den man aus Europa nicht kennt.

Der Verkehr ist das prägende Erlebnis. Millionen von Motorrollern, die sich in einer Weise organisieren, die von außen wie Chaos aussieht und von innen erstaunlich gut funktioniert. Man gewöhnt sich schneller daran, als man denkt, sollte aber wissen: Das ist der gefährlichste Teil des vietnamesischen Alltags.

Vietnam ist außerdem ein Einparteienstaat. Für den Alltag hat das kaum sichtbare Konsequenzen, aber es prägt, worüber öffentlich diskutiert wird und worüber nicht. Zurückhaltung bei politischen Äußerungen, besonders online, ist der vernünftige Umgang.

Die Basen

Da Nang ist für die meisten die richtige Wahl und der Grund, warum Vietnam in diesem Ranking so weit oben steht. Eine Stadt mit gut anderthalb Millionen Einwohnern, dreißig Kilometer Sandstrand, Bergen im Rücken, breiten Straßen, schnellem Internet und einem gewachsenen Kern von Selbstständigen und Remote-Arbeitern. An Thuong ist das Viertel: strandnah, voller Cafés, Coworking und kleiner Restaurants. Die Stadt ist neu genug, um zu funktionieren, und alt genug, um nicht steril zu sein.

Hoi An liegt eine halbe Stunde südlich und ist das Gegenprogramm: klein, historisch, schön, ruhig. Für konzentriertes Arbeiten und kreative Tätigkeiten ist Hoi An erstklassig, und es gibt eine wachsende Coliving-Szene. Nachteil: sehr touristisch im Zentrum und im Herbst regelmäßig von Überschwemmungen betroffen.

Ho-Chi-Minh-Stadt ist die Metropole. Neun Millionen Menschen, echte Wirtschaftskraft, die beste Gastronomie des Landes und ein internationales Umfeld, das an Bangkok heranreicht. Thao Dien ist das ausländisch geprägte Viertel mit gehobenen Preisen, Distrikt 1 und 3 sind zentral und lebendig. Wer Netzwerk, Nachtleben und Geschäft sucht, sitzt hier richtig.

Hanoi ist die interessanteste Stadt des Landes: älter, dichter, kulturell tiefer, mit einer Altstadt, die man nicht satt wird. Sie hat allerdings zwei ernsthafte Nachteile: einen echten, feuchtkalten Winter und die schlechteste Luftqualität des Landes.

Internet und Arbeiten

Vietnam liegt hier deutlich über dem, was der Preis vermuten lässt. Glasfaser mit 100 bis 300 Mbit kostet zwischen 200.000 und 400.000 Dong im Monat, also grob 7 bis 15 Euro. Mobiles Internet ist billig und in bewohnten Gebieten gut. Eine Prepaid-SIM mit reichlich Daten kostet wenige Euro.

Zwei Einschränkungen. Erstens ist Vietnam über Seekabel angebunden, die regelmäßig gestört sind. In solchen Phasen bleiben nationale Verbindungen schnell, während internationale Dienste spürbar langsamer werden. Das ist kein Ausfall, aber es kann einen Videocall unangenehm machen. Halte eine mobile Alternative bereit und nimm wichtige Termine nicht ausschließlich über eine Leitung. Die Systematik dazu steht im Leitfaden zur digitalen Infrastruktur.

Zweitens sind einzelne Dienste zeitweise nur eingeschränkt erreichbar. Ein VPN gehört zur Grundausstattung.

Coworking ist gut und günstig. In Da Nang bekommst du einen festen Platz ab etwa 80 Euro im Monat, in Saigon etwas mehr. Die Café-Kultur ist außergewöhnlich: Vietnam hat eine eigene, sehr ernsthafte Kaffeetradition, und Arbeiten im Café ist völlig normal.

Essen

Die vietnamesische Küche ist die gesündeste Alltagsküche in diesem gesamten Ranking. Viel frisches Gemüse, Unmengen Kräuter, gedämpft und gekocht statt frittiert, Brühen statt Saucen. Wer sechs Monate in Vietnam lebt und normal isst, kommt in der Regel fitter zurück, als er gekommen ist.

Und sie ist spottbillig. Eine Schüssel Pho kostet umgerechnet etwa anderthalb Euro, ein Banh Mi unter einem Euro, ein gutes Essen im Restaurant vier bis acht Euro. Die Qualität am Straßenstand ist dabei oft besser als im Lokal.

Regional unterscheidet sich das Land stark: Der Norden ist schlichter und brühenlastiger, die Mitte um Hue und Hoi An schärfer und komplexer, der Süden süßer und üppiger. Die französische Kolonialzeit hat außerdem eine Backwarentradition hinterlassen, die im südostasiatischen Vergleich einzigartig ist. Vietnamesisches Baguette ist wirklich gut.

Kaffee ist ein eigenes Thema. Vietnam ist einer der größten Produzenten weltweit, und die Kaffeekultur reicht vom traditionellen Phin-Filter mit Kondensmilch bis zu einer ernstzunehmenden Spezialitätenszene in Saigon und Da Nang.

Menschen und Anschluss

Vietnamesen sind pragmatisch, humorvoll und arbeitsam. Der Umgang ist unkomplizierter als in Thailand und weniger indirekt, was vielen Mitteleuropäern entgegenkommt.

Englisch ist in den Städten und in touristisch geprägten Vierteln verbreitet, außerhalb davon deutlich weniger. Vietnamesisch ist eine Tonsprache und schwer, dafür wird jeder Versuch mit großer Freundlichkeit belohnt. Die lateinische Schrift senkt die Einstiegshürde spürbar gegenüber Thailand.

Die internationale Gemeinde in Da Nang ist mittelgroß, stabil und weniger transient als in Bali oder Chiang Mai. Viele sind zwei bis fünf Jahre da. Das macht Freundschaften haltbarer. Die deutschsprachige Präsenz ist kleiner als in Thailand, aber vorhanden, besonders in Saigon.

Ein Punkt, der zur Ehrlichkeit gehört: Der Kontakt zwischen Zugezogenen und Vietnamesen bleibt oft an der Oberfläche, solange keine Sprache im Spiel ist. Es gibt kaum Feindseligkeit, aber auch nicht die spontane Durchlässigkeit, die man etwa in Georgien erlebt.

Kosten

Vietnam ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Asien, und der Abstand zu Thailand ist real.

Position Da Nang / Hoi An Ho-Chi-Minh-Stadt
Möbliertes Studio, gute Lage 5–9 Mio. VND 9–15 Mio. VND
1-Schlafzimmer-Wohnung mit Pool 8–14 Mio. VND 15–28 Mio. VND
Essen (Mischung Straße/Restaurant) 4–8 Mio. VND 6–11 Mio. VND
Coworking, fester Platz 2–4 Mio. VND 3–6 Mio. VND
Glasfaser 0,2–0,4 Mio. VND 0,2–0,4 Mio. VND
Roller, Miete 1–2 Mio. VND 1,2–2,5 Mio. VND
Nebenkosten 1–2,5 Mio. VND 1,5–3 Mio. VND

Realistisch lebst du in Da Nang sehr komfortabel für 800 bis 1.200 Euro im Monat, in Saigon für 1.100 bis 1.800 Euro. Das ist ein Leben mit guter Wohnung, auswärts essen, Coworking und Reisen im Land, nicht ein Sparbudget.

Der Dong ist stabil und an keine wilde Volatilität gebunden. Bargeld spielt weiterhin eine große Rolle, auch wenn QR-Zahlungen stark zunehmen. Ein lokales Konto ohne Aufenthaltstitel zu bekommen ist schwierig, weshalb du praktisch mit ausländischen Karten und Bargeld arbeitest, siehe freedombanking.plus.

Gesundheit und Sicherheit

Die medizinische Versorgung ist der schwächste Punkt. Es gibt in Saigon und Hanoi internationale Kliniken auf gutem Niveau, in Da Nang ein brauchbares Angebot, aber die Tiefe fehlt. Bei ernsthaften Fällen ist die Ausreise nach Bangkok oder Singapur der Standardweg, und genau deshalb muss deine Versicherung eine medizinische Evakuierung einschließen. Details im Versicherungsleitfaden und in der Übersicht zur medizinischen Versorgung.

Zahnbehandlungen sind dagegen gut und sehr günstig.

Kriminalität ist niedrig. Gewalt gegen Ausländer praktisch nicht existent, Taschendiebstahl in Saigon durchaus verbreitet, insbesondere Handydiebstähle vom Roller aus.

Das dominierende Risiko ist wieder der Straßenverkehr. Vietnam hat sehr hohe Unfallzahlen. Roller fahren ohne gültigen Führerschein bedeutet, dass deine Versicherung im Ernstfall nicht zahlt. Vietnam erkennt den internationalen Führerschein nach dem Wiener Übereinkommen von 1968 an, wie ihn Deutschland, Österreich und die Schweiz ausstellen. Entscheidend ist die eingetragene Klasse: Ohne Motorradklasse A1 deckt er keinen Roller über 50 Kubik. Kläre das vorab und lasse dir gegebenenfalls eine vietnamesische Umschreibung machen.

Luftqualität

Das gehört in jedes ehrliche Vietnam-Profil. Hanoi hat eine massiv belastete Luft, besonders zwischen November und März, mit Feinstaubwerten, die in dieser Zeit regelmäßig gesundheitsschädliche Bereiche erreichen. Saigon ist besser, aber nicht gut. Da Nang und Hoi An sind durch die Küstenlage deutlich sauberer und der Hauptgrund, warum Gesundheitsbewusste hier landen statt im Norden.

Wer empfindliche Atemwege hat oder Kinder dabei hat, sollte Hanoi als Winterbasis ausschließen und die Werte laufend im Blick behalten.

Klima

Vietnam ist über 1.600 Kilometer lang und hat deshalb kein einheitliches Klima.

Der Süden um Saigon ist ganzjährig tropisch warm, mit Trockenzeit von Dezember bis April und Regenzeit von Mai bis November, wobei der Regen meist als kurzer heftiger Nachmittagsschauer kommt.

Die Mitte um Da Nang und Hoi An hat die beste Zeit von Februar bis August. Der Herbst, insbesondere Oktober und November, bringt Taifune und Überschwemmungen. Hoi An steht in manchen Jahren buchstäblich unter Wasser.

Der Norden um Hanoi hat vier Jahreszeiten mit einem feuchtkalten Winter, in dem es bei zehn bis fünfzehn Grad in schlecht geheizten Wohnungen ausgesprochen ungemütlich wird.

Die praktische Konsequenz: Da Nang von Februar bis August, danach entweder Süden oder Ausland.

Anreise und Zeitzone

Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum gibt es nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt, ansonsten läuft alles über Bangkok, Singapur, Doha, Dubai oder Istanbul. Rechne mit zwölf bis sechzehn Stunden Gesamtreisezeit. Da Nang erreichst du in der Regel mit einem Zwischenstopp.

Innerhalb Vietnams ist Fliegen sehr billig, und das Land hat ein brauchbares Zug- und Busnetz. Die Nachbarländer sind schnell erreichbar, wobei die Anbindung an das übrige Südostasien nicht ganz so dicht ist wie ab Bangkok.

Die Zeitzone ist UTC+7, also fünf Stunden vor der mitteleuropäischen Sommerzeit und sechs im Winter. Dasselbe Muster wie Thailand: Vormittag gehört dir, Nachmittag und Abend überlappen sich mit Europa. Siehe Zeitzonen und Kundenkontakt.

Einreise und Aufenthalt

Hier liegt Vietnams Schwachstelle, und hier gibt es einen Unterschied innerhalb des deutschsprachigen Raums, den kaum jemand kennt.

Deutsche Staatsangehörige reisen visumfrei ein und dürfen 45 Tage bleiben. Das ist eine einseitige Befreiung, derzeit bis 2028 verlängert. Schweizer Staatsangehörige wurden im August 2025 in dieselbe Regelung aufgenommen und erhalten ebenfalls 45 Tage.

Für Österreicher: Österreich steht nicht auf der Liste der einseitig befreiten Staaten. Österreichische Staatsangehörige benötigen also von der ersten Reise an ein E-Visum. Das ist kein großes Hindernis, aber es ist ein zusätzlicher Schritt, den Deutsche und Schweizer nicht haben. Prüfe den aktuellen Stand vor jeder Reise, da diese Listen regelmäßig angepasst werden.

Der reguläre Weg für alle drei ist das E-Visum: bis zu 90 Tage, wahlweise ein- oder mehrfache Einreise, komplett online über das offizielle Portal evisa.gov.vn beantragt. Die Gebühr liegt bei etwa 25 US-Dollar für einfache und 50 US-Dollar für mehrfache Einreise. Es gilt an dreizehn Flughäfen, sechzehn Landgrenzen und dreizehn Seehäfen. Bearbeitungszeit meist wenige Arbeitstage, mit Puffer planen.

Ein Digital-Nomad-Visum gibt es 2026 nicht. Der viel diskutierte Golden-Visa-Entwurf ist weiterhin ein Vorschlag ohne Umsetzung. Das sogenannte Talentvisum existiert, verlangt aber eine Nominierung durch eine vietnamesische Institution und ist für normale Selbstständige praktisch unerreichbar.

Die gelebte Praxis ist deshalb: 90-Tage-E-Visum, Ausreise, neues E-Visum. Das ist verbreitet und wird geduldet, aber es ist wichtig, den Charakter dieser Konstruktion zu verstehen. Das E-Visum gestattet formal keine Erwerbstätigkeit. Der Vollzug richtet sich in der Praxis gegen Menschen, die für vietnamesische Firmen ohne Arbeitserlaubnis arbeiten, nicht gegen Remote-Arbeiter mit ausländischen Auftraggebern. Trotzdem bewegst du dich in einer Grauzone, deren Duldung jederzeit einseitig geändert werden kann. Buche keine Wohnungen und keine Flüge über einen Horizont hinaus, den du verlieren kannst. Warum diese Konstruktionen weltweit unter Druck geraten, steht in Visa Runs und warum sie enden.

Steuern vor Ort

Wer sich 183 Tage oder mehr innerhalb von zwölf Monaten in Vietnam aufhält oder dort einen ständigen Wohnsitz hat, wird vietnamesischer Steueransässiger und ist grundsätzlich mit dem Welteinkommen steuerpflichtig. Der Tarif ist progressiv und erreicht 35 Prozent. Nichtansässige werden nur auf vietnamesische Quellen besteuert, mit einem Pauschalsatz auf Erwerbseinkommen.

Praktisch bedeutet das: Die meisten Nomaden bleiben durch die Visumlogik ohnehin unter der Schwelle, weil sie regelmäßig ausreisen müssen. Wer jedoch dauerhaft im Land lebt und die Tage summiert, sollte das nicht ignorieren. Die laufenden Sätze und Fristen führen wir im Steueratlas-Profil Vietnam.

Es bestehen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Vietnam und Deutschland, Österreich sowie der Schweiz.

Deine Steuerpflicht zu Hause

Vietnam hat einen Konstruktionsfehler für Auswanderer: Weil es keinen belastbaren Aufenthaltstitel gibt, fällt es schwer, gegenüber dem heimischen Finanzamt eine neue Ansässigkeit nachzuweisen. Wer aus Deutschland wegzieht und dann drei Jahre lang mit E-Visa in Vietnam lebt, hat unter Umständen einen Wohnsitz aufgegeben, ohne einen neuen begründet zu haben. Das ist die klassische Nirgendwo-Ansässigkeit, und sie ist steuerlich die schlechteste aller Positionen.

In Deutschland endet die unbeschränkte Steuerpflicht nur, wenn weder Wohnsitz noch gewöhnlicher Aufenthalt bestehen, siehe unbeschränkte Steuerpflicht. Beteiligungen ab einem Prozent lösen beim Wegzug die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG aus.

Für Österreich gelten § 26 BAO, die Zweitwohnsitzverordnung mit ihrer 70-Tage-Grenze und die Wegzugsbesteuerung nach § 27 Abs. 6 EStG.

Für die Schweiz ist die Abmeldung bei der Wohnsitzgemeinde maßgeblich, mit kantonal unterschiedlich strenger Prüfung der Domizilaufgabe.

Die vernünftige Konstruktion für Vietnam sieht deshalb meist so aus: Vietnam als Aufenthaltsort, Ansässigkeit und Struktur woanders. Eine US-LLC oder eine andere schlanke Gesellschaftsform bildet die Rechnungsstellung ab, die steuerliche Ansässigkeit liegt in einem Land, das dir tatsächlich eine Bescheinigung ausstellt. Welche Kombination passt, steht auf auslandsunternehmen.com.

Passt Vietnam zu dir

Vietnam passt, wenn du das beste Verhältnis aus Kosten, Essen, Küste und Internet in Asien suchst, wenn du gesund leben willst, und wenn du bereit bist, alle drei Monate ein Flugticket zu kaufen. Für Sparer, Aufbauer und alle, die ihre Fixkosten drücken wollen, während das Geschäft wächst, ist es die beste Adresse in diesem Ranking.

Es passt schlechter, wenn du einen belastbaren Aufenthaltstitel brauchst, wenn du auf erstklassige medizinische Versorgung angewiesen bist, oder wenn du eine Basis suchst, auf die du eine steuerliche Ansässigkeit gründen kannst.

Wer dieselbe Region mit einem echten Langzeit-Aufenthaltstitel will, findet ihn in Thailand und Malaysia. Wer Englisch als Alltagssprache braucht, sollte sich die Philippinen ansehen. Die Gegenüberstellung steht in Asien-Basen im Vergleich.

Wer den Schritt plant, klärt Wohnsitzfrage und Struktur am besten vor dem Abflug. Die Beratung dazu läuft über die STM Corporate Group und Perspektive Ausland.

Wer den Schritt konkret plant, klärt Ansässigkeit und Struktur vor dem Umzug, nicht danach. Das ist der eine Fehler, der sich später nicht mehr reparieren lässt.

Häufige Fragen

Wie groß ist der Zeitunterschied zwischen Vietnam und Europa fürs Arbeiten?

Die Zeitzone ist UTC+7, also fünf Stunden vor der mitteleuropäischen Sommerzeit und sechs im Winter. Das ist dasselbe Muster wie in Thailand: Der Vormittag gehört dir, Nachmittag und Abend überlappen sich mit Europa.

Was kostet das Leben in Da Nang oder Saigon im Monat?

Realistisch lebst du in Da Nang sehr komfortabel für 800 bis 1.200 Euro im Monat, in Saigon für 1.100 bis 1.800 Euro. Das ist ein Leben mit guter Wohnung, auswärts essen, Coworking und Reisen im Land, kein Sparbudget. Vietnam bietet damit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Asien, mit Preisen zwanzig bis dreißig Prozent unter Thailand.

Wie lange darf ich als Deutscher visumfrei nach Vietnam, und gilt das auch für Österreicher?

Deutsche Staatsangehörige reisen visumfrei ein und dürfen 45 Tage bleiben, diese einseitige Befreiung ist derzeit bis 2028 verlängert. Schweizer wurden im August 2025 in dieselbe Regelung aufgenommen. Österreicher stehen dagegen nicht auf der Liste der einseitig befreiten Staaten und brauchen von der ersten Reise an ein E-Visum. Der reguläre Weg für alle drei ist das E-Visum für bis zu 90 Tage.

Ab wann werde ich in Vietnam steuerpflichtig?

Wer sich 183 Tage oder mehr innerhalb von zwölf Monaten in Vietnam aufhält oder dort einen ständigen Wohnsitz hat, wird vietnamesischer Steueransässiger und ist grundsätzlich mit dem Welteinkommen steuerpflichtig. Der Tarif ist progressiv und erreicht 35 Prozent. Die meisten Nomaden bleiben durch die Visumlogik ohnehin unter der Schwelle, weil sie regelmäßig ausreisen müssen.

Warum gibt es in Vietnam kein Nomadenvisum, und wie lösen Remote-Arbeiter das?

Vietnam hat kein Digital-Nomad-Visum, und 2026 sieht es nicht so aus, als käme eines. Die gelebte Praxis ist deshalb: 90-Tage-E-Visum, Ausreise, neues E-Visum. Das ist verbreitet und wird geduldet, aber das E-Visum gestattet formal keine Erwerbstätigkeit, sodass du dich in einer Grauzone bewegst. Buche keine Wohnungen und keine Flüge über einen Horizont hinaus, den du verlieren kannst.

Wie ist die Luftqualität in den vietnamesischen Städten?

Hanoi hat eine massiv belastete Luft, besonders zwischen November und März, mit Feinstaubwerten in gesundheitsschädlichen Bereichen. Saigon ist besser, aber nicht gut. Da Nang und Hoi An sind durch die Küstenlage deutlich sauberer und der Hauptgrund, warum Gesundheitsbewusste dort landen statt im Norden.